In der Spätantike, als das römische Reich im Zerfall begriffen war und das Christentum zur Staatsreligion erhoben wurde, entstand die heutige Form des Buches, der Codex.
Vom fünften bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts war das Schreiben der Bücher reine Handarbeit, vom ersten bis zum letzten Buchstaben. Das Schreibwerkzeug war der Gänsekiel.
Die Bücher wurden bis zum Ende des 16. Jahrhunderts oft mit unvorstellbar reichem Bilderschmuck ausgestattet. Dies war die Arbeit der Buchmaler.
Vor allem mit der Verzierung der Anfangsbuchstaben von Texten, den Initialen, schufen sie eine Synthese von Wort und Bild, die uns Jahrhunderte später noch in ihren Bann zieht.
Zur Ausschmückung der Bücher verwendeten die Buchmaler Farben, die aus Steinen, Pflanzen oder Tieren hergestellt wurden.
Eine der Farben war das Drachenblut. Im Mittelalter war man sich nicht im Klaren darüber, woraus diese Farbe hergestellt wurde, und vermutete, es handle sich um das Blut von Drachen.

Schwarzenbach, Maler und Kalligraph, lässt 400 Jahre nach der Zeit der Buchmaler diese Kunst in seinen Werken und Vorführungen wieder lebendig werden.
Er fertigt Illustrationen nach alten Codices, Urkunden, Wandbeschriftungen und Vieles mehr.